Kräuter trocknen: So bleibt das Aroma erhalten
Auf den Punkt: Welche Kräuter sich eignen und wie sie beim Trocknen ihr Aroma behalten.
Der richtige Erntezeitpunkt
Kräuter enthalten am meisten Aroma kurz vor der Blüte und am Vormittag, wenn der Tau abgetrocknet, die Hitze des Tages aber noch nicht da ist. Zu diesem Zeitpunkt geerntete Kräuter ergeben das intensivste getrocknete Ergebnis.
Geeignete und ungeeignete Kräuter
Sehr gut zum Trocknen eignen sich Thymian, Rosmarin, Oregano, Majoran, Salbei, Pfefferminze und Lavendel. Nur mäßig geeignet sind Basilikum, Dill, Petersilie und Schnittlauch, die viel Aroma verlieren und sich besser einfrieren lassen. Einige Kräuter wie Kresse oder Sauerampfer eignen sich gar nicht.
Niedrige Temperatur ist Pflicht
Kräuter werden bei maximal 42 °C getrocknet, sonst verflüchtigen sich die ätherischen Öle, die das Aroma ausmachen. Die Trocknung dauert bei dieser niedrigen Temperatur nur wenige Stunden. Höhere Temperaturen beschleunigen zwar, kosten aber Aroma.
Ganze Zweige trocknen
Kräuter mit festen Stielen wie Thymian und Rosmarin trocknet man am besten als ganze Zweige und streift die Blättchen erst nach dem Trocknen ab. Das erhält mehr Aroma, als wenn die Blätter vorher zerkleinert werden. Blattkräuter werden von den Stielen gezupft.
Lagerung getrockneter Kräuter
Getrocknete Kräuter werden erst kurz vor Gebrauch zerkleinert, weil ganze Blätter das Aroma länger halten. Die Lagerung erfolgt luftdicht, dunkel und kühl. Ganze getrocknete Kräuter halten ihr Aroma so oft ein Jahr oder länger.
Kräuter nur bei höchstens 42 Grad trocknen, sonst verfliegen die ätherischen Öle und mit ihnen das Aroma.
Häufige Fragen
Rund um dieses Thema tauchen immer wieder dieselben Fragen auf.
Warum schrumpfen die Lebensmittel beim Dörren so stark?
Weil ihnen das Wasser entzogen wird, das oft den größten Teil des Volumens ausmacht. Wasserreiche Lebensmittel wie Tomaten oder Beeren verlieren beim Trocknen besonders viel Volumen, konzentrieren dafür aber ihr Aroma.
Kann ich auch ohne Dörrautomat dörren?
Ja, etwa im Backofen bei niedrigster Temperatur mit einen Spalt offener Tür, durch Lufttrocknung von Kräutern oder in warmen Regionen an der Sonne. Ein Dörrautomat arbeitet allerdings gleichmäßiger und energieeffizienter.
Bei welcher Temperatur dörrt man Kräuter?
Kräuter werden bei 35-42 °C getrocknet, weil sich die ätherischen Öle bei höheren Temperaturen verflüchtigen. Die Trocknung dauert dann nur zwei bis fünf Stunden.
Warum wird mein Dörrgut ungleichmäßig trocken?
Bei Stapelgeräten bekommen die dem Gebläse nächsten Etagen mehr Wärme ab. Ein Umschichten der Etagen während des Trocknens gleicht das aus. Auch ungleichmäßig dick geschnittenes Dörrgut trocknet ungleichmäßig.
Riecht die ganze Wohnung, wenn ich dörre?
Je nach Lebensmittel entsteht ein deutlicher Geruch, bei Zwiebeln oder Fisch intensiver, bei Obst eher angenehm. Ein gut belüfteter Raum oder das Dörren über Nacht in einem Nebenraum hilft, wenn der Geruch stört.