Stromverbrauch und Energiekosten beim Dörren
Kurz gesagt: Wie viel Strom ein Dörrautomat verbraucht und wie sich Kosten senken lassen.
Was den Verbrauch bestimmt
Der Stromverbrauch hängt von der Leistung des Geräts (Watt), der Trocknungsdauer und der Isolierung ab. Da Dörrgeräte oft viele Stunden laufen, summiert sich der Verbrauch, bleibt bei den meisten Haushaltsgeräten aber im moderaten Rahmen. Ein gut isoliertes Gerät hält die Wärme besser und verbraucht weniger.
Rechenbeispiel als Orientierung
Als grobe Orientierung: Ein Gerät mit einer bestimmten Wattzahl multipliziert mit den Betriebsstunden ergibt den Verbrauch in Wattstunden. Geteilt durch 1000 ergibt sich der Verbrauch in Kilowattstunden, der mit dem eigenen Strompreis multipliziert die Kosten ergibt. Die genauen Kosten hängen vom individuellen Tarif ab.
Effizienter dörren
Wer die Kapazität des Geräts voll nutzt, dörrt effizienter, weil dieselbe Energie mehr Lebensmittel trocknet. Auch das Vorbereiten (dünnes, gleichmäßiges Schneiden) verkürzt die Trocknungszeit und spart Strom. Die Dual-Temperatur-Funktion mancher Geräte kann die Gesamtzeit reduzieren.
Dörrautomat gegen Backofen
Ein Dörrautomat ist in der Regel energieeffizienter als der Backofen, weil er kleiner, besser isoliert und auf niedrige Temperaturen optimiert ist. Der Backofen mit offener Tür verliert viel Wärme. Für regelmäßiges Dörren ist der Dörrautomat daher auch energetisch die bessere Wahl.
Bei Fleisch gilt: nur mageres Fleisch verwenden, denn Fett trocknet nicht und verkürzt die Haltbarkeit.
Häufige Fragen
Beim Dörren stellen sich häufig folgende Fragen.
Was passiert, wenn ich zu heiß dörre?
Bei zu hoher Temperatur bildet sich außen eine harte Kruste, während innen Feuchtigkeit eingeschlossen bleibt. Zudem werden mehr hitzeempfindliche Vitamine und Aromastoffe zerstört. Deshalb gilt: lieber niedriger und länger trocknen.
Welche Temperatur ist die richtige für Rohkost?
Für Rohkostqualität wird unter 42 °C getrocknet, weil oberhalb dieser Schwelle nach verbreiteter Auffassung hitzeempfindliche Inhaltsstoffe und Enzyme verloren gehen. Das erfordert längere Trocknungszeiten und ein Gerät, das die niedrige Temperatur konstant hält.
Warum schrumpfen die Lebensmittel beim Dörren so stark?
Weil ihnen das Wasser entzogen wird, das oft den größten Teil des Volumens ausmacht. Wasserreiche Lebensmittel wie Tomaten oder Beeren verlieren beim Trocknen besonders viel Volumen, konzentrieren dafür aber ihr Aroma.
Warum wird mein Dörrgut ungleichmäßig trocken?
Bei Stapelgeräten bekommen die dem Gebläse nächsten Etagen mehr Wärme ab. Ein Umschichten der Etagen während des Trocknens gleicht das aus. Auch ungleichmäßig dick geschnittenes Dörrgut trocknet ungleichmäßig.
Wie erkenne ich, ob das Dörrgut fertig ist?
An der Konsistenz: Obst wird ledrig-biegsam, Gemüse spröde-knusprig, Kräuter zerbröseln, Pilze brechen beim Biegen und Fleisch wird zäh-ledrig, ohne dass beim Biegen Flüssigkeit austritt. Im Zweifel lieber etwas länger trocknen.